Sonntag, 18. August 2019
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Notfalltraining 2008

Notfalltraining

"Retten unter erschwerten Bedingungen"

Am 17.5.2008 war es endlich soweit. Das über Monate vom Löschzug Brakel und dem Förderverein des Rettungshubschraubers Christoph 7 vorbereitete Notfalltraining konnte stattfinden. Vier Übungsstationen wurden im Laufe des Tages durch die teillnehmenden Feuerwehren und Rettungsdienste abgearbeitet.

Der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Christoph 7 Fördervereins, Peter Stahl, folgte Dr. Fischer der Chefarzt der Kasseler Kinderklinik Park Schönfeld zu Verbrennungs- und Verbrühungsverletzungen bei Kindern und Jugendlichen. Den Abschluss bildete unser Zugführer Jürgen Romund zu Gefahren an Einsatzstellen besonders Menschenrettung bei Gefahrgut.

Nach einem gemeinsamen Frühstück aller Übungsbeteiligten begannen dann die eigentlichen Übungen . Zunächst wurden vier Einzelstation abgearbeitet. An diesen Stationen wurden immer eine Feuerwehr sowie mit einer Ausnahme zwei Rettungsdienstbesatzungen eingesetzt.

Hier die Stationen im Einzelnen:

Abgestürzter Arbeiter am Kornhaus Brakel

Als angenommener Unfall wurde ein Arbeiter auf der Plattform in 20m Höhe durch einen Absturz verletzt. Sein Arbeitskollege befand sich unten und wartete auf die durch den ELW 2 des Kreis Höxter alarmierten Rettungskräfte und nahm sie "gebührend" in Empfang.

Ziel der Übung war zu erkennen das eine Rettung der Abgestürzten nicht ohne Drehleiter möglich war, und diese dann auch frühzeitig angefordert wurde. Über eine Feuerwehrleineverbindung wurde wichtiges Material für Erstversorgung des verletzten Arbeiters nach oben geschafft. Mit der Drehleiter wurde die stabilisierte Person mit der Tragehalterung nach unten gebracht, wo sie dem Rettungsdienst übergeben wurde.


Verschüttets Kind am Hackschnitzelplatz

Hier wurde durch den rutschenden Hackschnitzelhaufen ein Kind verschüttet und musste befreit werden. Eine weitere Herausforderung war die hysterische Mutter des Kindes und ein leicht verletztes zweites Kind. Behutsames Vorgehen war angesagt um das Kind unter dem Holzhaufen zu orten und zu befreien.


Leitersturz im HallenbadTechnikraum

Die Alarmmeldung hier war zunächst ein Leitersturz im Technikraum des Hallenbades Brakel. An der Einsatzstelle wurden die Einsatzkräfte durch den Bademeister in Empfang genommen der den Weg um das Gebäude wies. Am eigentlichen Einsatzort erwartete die Übenden eine völlig andere Lage. Laute Hilferufe Diskonebel sowie eine Reihe umgestürzter Kanister mit Gefahrgut zwangen zu einem für die Rettungswagenbesatzungen ungewohnten Vorgehen. Die Personen im Gefahrenbereich mussten erst durch die nachgeforderten Feuerwehreinheiten unter Atemschutz aus dem Gebäude gebracht dekontaminiert und dann dem Rettungsdíenst übergeben werden.

 

Einlauf Brandmeldeanlage

Die Brandmeldeanlage einer Metallwerkstatt hatte ausgelöst. Unter diesem Stichwort wurde die übende Feuerwehrgruppe zur Firma FSB geschickt. Am Einsatzort angekommen entpuppte sich diese Übungsstation als brennende Lehrwerkstatt mit drei vermissten Auszubildenden. Hier galt es den Rettungsdienst nachzufordern und unter Atemschutz die Vermissten in dem verwinkelten Gebäude zu finden und zu retten.

 

 

Abschlussübung: Schulbusunfall mit PKW

Die durch das THW-Höxter vorbereitete Abschlussübung forderte dann am Nachmittag alle teilnehmenden Feuerwehren und Rettungsdienste. Zusätzlich wurden die Schnelleinsatzgruppen des DRK Brakel und Bad Driburg sowie die Malteser Brakel und das Wechselladerfahrzeug des Kreises hinzualarmiert. Die Einsatzleitung übernahmen der Wehrführer der Stadt Brakel und der leitende Notarzt Dr. Rolf Schulte. Als Abschnittsleitungsfahrzeug Rettungsdienst unterstützte der ELW der Feuerwehr Nieheim die Rettungskräfte.

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